Generative AI direkt in der Timeline.

Bisher war die Arbeit mit generativen Videotools häufig mit einem Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen verbunden. Einzelne Frames oder Clips mussten exportiert, in Runway hochgeladen, bearbeitet und anschliessend wieder in die Schnitt- oder Compositing-Software importiert werden. Mit den im September 2026 veröffentlichten Plugins für After Effects und Premiere Pro vereinfacht Runway diesen Ablauf. Die KI-Werkzeuge lassen sich über ein eigenes Panel direkt innerhalb der Adobe-Anwendungen nutzen. Bilder und Videos können per Texteingabe generiert und anschliessend unmittelbar in die Komposition oder Timeline übernommen werden.

Bestehende Aufnahmen mit KI verändern.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, nicht nur neue Inhalte zu generieren, sondern auch vorhandenes Filmmaterial gezielt zu bearbeiten.

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Mit Runways Edit Studio und dem Videomodell Aleph 2 lassen sich beispielsweise einzelne Aufnahmen visuell umgestalten. Dazu wird ein bestehender Clip ausgewählt und anhand von Referenzbildern oder Texteingaben verändert. Das Modell berechnet daraus eine neue Version der Aufnahme, wobei die ursprüngliche Cliplänge erhalten bleibt. Auch das Entfernen von Hintergründen, das Hochskalieren von Videomaterial oder die Umwandlung in HDR gehören zu den verfügbaren Funktionen. Die Ergebnisse lassen sich direkt mit dem Original vergleichen und anschliessend in das Projekt übernehmen.

Weniger Umwege im Produktionsalltag.

Für Motion Designer, Cutter und VFX-Artists ergeben sich dadurch interessante Möglichkeiten. KI-generierte Hintergründe, zusätzliche Bildelemente oder alternative Bildlooks lassen sich direkt während der Arbeit ausprobieren. Gerade in der Konzeptphase könnte das den kreativen Prozess beschleunigen. Statt für jede Idee eine separate Anwendung öffnen zu müssen, können verschiedene Ansätze innerhalb des bestehenden Projekts getestet werden. Die eigentliche Berechnung erfolgt weiterhin auf den Servern von Runway. Die Plugins selbst sind für macOS und Windows kostenlos erhältlich. Für die Generierung wird allerdings ein kostenpflichtiger Runway-Account benötigt.

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Ein weiterer Schritt zur integrierten KI-Produktion.

Die neuen Plugins zeigen, wie sich generative KI zunehmend in bestehende Produktionsumgebungen integriert. Während KI-Videogenerierung bisher oft als eigenständiger Prozess betrachtet wurde, wird sie immer stärker zu einem zusätzlichen Werkzeug innerhalb klassischer Kreativsoftware. Ob sich die neuen Möglichkeiten auch bei komplexeren Produktionen bewähren, hängt unter anderem von der Qualität, Konsistenz und Kontrollierbarkeit der generierten Ergebnisse ab. Die Integration von Runway in After Effects und Premiere Pro ist jedenfalls ein interessanter Schritt in Richtung eines Produktionsalltags, in dem klassische Animation, Compositing und generative KI immer enger zusammenarbeiten. Weitere Informationen:

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